Könnte es sein, dass der Hauptantrieb von Männern, zu Status, Reichtum, einer perfekten Fitness, unendlichen Potenz und scheinbarer Unverletzlichkeit zu gelangen, in der Wurzel durch die Angst motiviert ist, als Versager dazustehen?

Zuschauen zu müssen, wie der Nebenmann von Frauen bewundert und begehrt wird, während „Mann“ selbst in Selbstzweifel und Scham versinkt?

Und wenn es dann doch endlich zur ersehnten Begegnung kommt, es „Frau“ nicht besorgen zu können wie „ein richtiger Mann“.

Doch wo sind die „richtigen“ Männer, an denen wir als heranwachsende Männer uns orientieren können. Unsere Väter, Lehrer oder andere Vorbilder sind ja selbst meist nicht in der Lage gewesen, selbstbewusst und stark zu ihrer Unvollkommenheit zu stehen.

Dazu, dass sie etwas nicht wissen, Fehler machen, sich zeitweise überfordert oder verletzlich fühlen.

Also suchen wir uns Vorbilder in Superhelden und verschanzen uns in unseren Köpfen, in denen wir endlos in Gedanken kreisen.

“Hauptsache keine Scham, Angst, Schmerzen fühlen.”

Hauptsache nicht derjenige sein, der die Lache oder die fiesen Attacken der Mitschüler/innen abbekommt. Und wenn wir gerade mal derjenige sind, der sich aus irgendeinem Grund lächerlich gemacht hat, ja sich nichts anmerken lassen.

Denn Jungen, die weinen…. 

Das geht ganz sicher nicht gut aus.

Interessanterweise kann ich mich nicht mal daran erinnern, in meiner Jugend noch andere Jungen und erst recht nicht Männer wirklich frei weinen gesehen zu haben.

Hier und da mal eine Träne im schmerzverzerrten Gesicht. Mehr aber auch nicht.

Über meine Jahrzehnte der Selbsterfahrung habe ich verschiedene Erfahrungen machen dürfen, wie ich zeitweise und wiederkehrend meine Handbremse der Selbstverurteilung, Hemmung und Versagensangst lösen kann.

Einige dieser Wege möchte ich versuchen zu beschreiben.

Auch wenn dies nur annähernd möglich ist, da es immer der gesamte Erfahrungsschatz und die persönlichen Lebensumstände sind, durch die eine Technik oder ein bestimmtes Vorgehen zu einem bestimmten Ergebnis führt und ich daher auch gewisse Zweifel an „7 Schritte zu unendlichem Glück und Erfolg“ Strategien habe.

Dennoch sind ja auch diese Erkenntnisse irgendwann zu mir gekommen und wer weiß, was ich damit sähe, diese in meinen Worten zu teilen.

Ich will daher zwei Erkenntnisse teilen, die mich auf meinem Weg begleiten.

1. Erkenntnis

Es ist immer die tiefste Ebene meiner Absicht, die sich langfristig durchsetzt.

Mir darüber bewusst zu werden, was mein tiefstes Streben, oder vielleicht auch der Plan meiner Seele ist, wird mir viele Umwege sparen auf dem Weg zu meinem Glück.

Auch wird mit der Klarheit über das Warum und Wofür die Motivation und Kraft für das Überwinden von Ängsten und Wachstumsschwellen extremst anwachsen.

Es verleiht mir einen langen Atem und Geduld in schwierigen Zeiten, wenn ich klar in mir spüre, dass mein Herz genau in dieser Tätigkeit, Beziehung, vielleicht auch in einer konfliktreichen Begegnung aufblühen kann.

Vielleicht möchte ja etwas in Dir tiefer in dieses Thema einsteigen.

  • Dann nehme dir ein Blatt Papier.
  • Schreibe 5 persönliche Wünsche oder Ziele auf.
  • Nehme dir für jedes dieser Ziele 10 Minuten Zeit, um tiefer über das Warum zu sinnieren.
  • Was erhoffst du dir vom Erreichen dieses Zieles?
  • Gehe immer tiefer.

Jede Stufe, derer du dir bewusst wirst folgt wahrscheinlich eine weitere. Und jede weitere Stufe bringt dich mit Sicherheit weg von dem Ort, wo Scheitern noch eine Option ist.

Mein Körper und mein Wohlbefinden ist mein Kompass

Sicherlich kennst du das: Du erlebst dich abgeschnitten von deinem Körper. Verschlossen im Herzen. Verfangen in kreisenden Gedankenschleifen und Süchten. Aus dem Gleichgewicht und in Unbehagen.

Sicherlich kennst du auch das Gefühl von Flow. Voll im Moment zu sein. Jeder Zweifel ist hinweggespült und das Herz leicht, kraftvoll und präsent.

Liebe fließt durch dich. Annehmen und Geben ist eins.

Irgendwo zwischen diesen Polen, mal mehr auf der einen mal auf der anderen Seite, lebe ich mein Leben. Bin mir öfters selbst nicht ganz bewusst darüber, wo auf diesem Spektrum ich mich gerade befinde.

Bei der Realisierung und Orientierung meines Zustandes hilft mir ein „Tool“, das inzwischen zu meinem Alltag gehört und das ich jedem Menschen ans Herz legen möchte.

Es ist auf die eine oder andere Art essentieller Teil jeder Männergruppe und jedes Persönlichkeitswachstums Formates, das ich anbiete.

Ich nenne es hier mal Sharing.

Das einzige, das du dafür benötigst ist einen anderen Menschen, der dir so unvoreingenommen wie möglich zuhört. Es ist ein scharfes Schwert, das bestimmte „Sicherheitsvorkehrungen“ benötigt, die den Umfang dieses Artikels überschreiten. Daher das Versprechen, diesem Thema einen eigenen Artikel zu widmen.

Dank Sharing kann ich mir in meinen Beziehungen immer sicherer sein, das mein Inneres wahrgenommen und angenommen wird. Nicht plötzlich etwas in mir sichtbar wird, das mein Gegenüber verschreckt oder abstößt. Und trägt nach und nach all die Themen ab, die in der Vergangenheit meine Versagens- und Verlustängste getriggert haben.

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